Warum man nicht nur in Erfurt auch mal nach oben schauen sollte

Gerade wenn  wir uns in der Betriebsamkeit des Alltags vorwärtsbewegen, tun wir das meist mit nach vorn gerichtetem Blick. Das ist durchaus sinnvoll. Man könnte sonst nämlich wie Hans-Guck-in-die-Luft straucheln oder wie ich als Kind unsanft in einer Baugrube landen. Wenn man aber nicht mit Tunnelblick, sondern geweitetem Fokus seine Umgebung erkundet, gelingt das relativ sicher. Und so habe ich, während ich mich zuhause und auf Reisen fortbewegte, immer wieder festgestellt, dass man öfter mal nach oben blicken sollte. Nicht selten sieht man da interessantere Dinge als die, welche sich uns auf Augenhöhe offenbaren.

Dieses Bild entstand bei meinem ersten Aufenthalt in Erfurt. Ich hatte das Glück, meinen Mann auf einer Dienstreise begleiten zu können. Während die letzte Etappe dorthin durch teilweise beklemmend anmutende Dörfer führt, ist diese Stadt an der Gera eine kleine Perle. Die Krämerbrücke, auf der dieses Foto entstand, spannt sich über die Gera, genauer gesagt, den Breitstrom, einen ihrer Seitenarme, und verbindet damit den Benediktsplatz mit dem Wenigemarkt. Wer nach Erfurt reist, kommt an dieser Brücke nicht vorbei. Sie lädt ein zum Innehalten und eben auch dazu, mal nachzusehen, was über einem so los ist. Dann entdeckt man nämlich z.B. auch solche Gesellen:


Als ich dieses Fenster sah, fragte ich mich wie so häufig, wer wohl dahinter wohnen mochte. Ich dachte, das müssten wohl Leute sein, mit denen man bei einer Tasse Kaffee nett plaudern und vielleicht noch ein paar Insidertipps über die Stadt bekommen könnte. Ich habe mit nach oben gerichtetem Blick noch viele Schönheiten dieser Stadt kennengelernt.

Auf Augenhöhe habe ich innige Momente erlebt:


Und da waren auch viele Menschen, welche diese stellenweise mediterran anmutende Stadt mit sommerlicher Leichtigkeit erkundeten:


Erfurt ist außerdem herrlich bunt und meine Begegnungen mit den Menschen dort waren ausnahmslos freundlich. Kleine Gassen wollen entdeckt werden und verwöhnen den Besucher mit kulinarischen Leckereien wie hier bei Vinho, wo man sich mit spanischen Köstlichkeiten stärken kann:


https://www.facebook.com/vinhofeinkost#_=_

Was die Einkaufsfreuden angeht, gibt es neben den Kettenläden, welche inzwischen das Bild jeder Stadt mitprägen, viele kleine, inhabergeführte Geschäfte, welche mit ihrer Liebe zum Detail bestechen:


Liebe zum Detail — die begegnet einem tatsächlich an jeder Ecke. Es lohnt sich, diese zu entdecken und Zeit mitzubringen, damit man die Schönheiten dieser Stadt wahrnehmen kann.

Zurück zur Krämerbrücke — dort kann man sich wunderbar einquartieren:

http://www.schlafen-an-der-kraemerbruecke.de

und sich vorher bei Goldhelm ein Betthupferl, z.B. „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel”, organisieren oder von dem köstlichen Eis aus der Manufaktur naschen:

http://www.goldhelm-schokolade.de

Kann sein, dass man ein bisschen anstehen muss, aber die Wartezeit kann man ja damit verbringen, dass man ein bisschen nach oben schaut…


Ich freue mich, diese Stadt an der Gera bald wiederzusehen — erstmalig im Herbst, aber das wird bestimmt auch sehr schön — anders schön…

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