Was du suchst, das sucht dich

Uns widerfahren Dinge, die vorher unmöglich schienen. Uns geschehen immer wieder dieselben Dinge und wir fragen uns nach dem Warum. Nicht selten nehmen wir uns als Opfer wahr und sehen dabei nicht, dass wir eben keine passive Rolle innehaben, sondern unsere Geschicke auch und vor allem selbst bestimmen.

Durch unser Auftreten, unser Denken und Handeln senden wir Botschaften an andere. Wie nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip geschieht es, dass diese andocken. Aus dieser Verbindung entsteht etwas Neues, idealerweise Gutes. Das ist aber leider nicht immer so.

Ich erinnere mich an eine Diskussion, die ich bzgl. Jugendlicher hatte, welche auf die sog. schiefe Bahn geraten. Oft wird das Umfeld dafür verantwortlich gemacht. Vor allem Eltern scheinen mit diesem Gedanken besser leben zu können. Aber das stimmt so nicht. Man gerät in das Umfeld, von dem man sich angezogen fühlt und in welches man sich selbst begibt. Da gibt es eine wechselseitige Dynamik. Da ist keine Seite passiv.

Und genau so verhält es sich mit Beziehungen jeder Art. Was müssen wir also tun, um zu verhindern, dass uns Dinge widerfahren, welche uns nicht guttun, im schlimmsten Fall unser Leben vergiften? Was können wir tun, um Verbindungen mit Menschen einzugehen, aus denen Positives erwächst?

Wir sind der Schlüssel. Wir müssen uns fragen, warum es uns wohin zieht und genau da ansetzen, uns darüber bewusst werden, welche Signale wir senden und empfangen und u.U. einen Richtungswechsel vornehmen. Die gewonnenen Erkenntnisse und deren anschließende Umsetzung können Erstaunliches bewirken. Und wenn es dann doch wieder passiert, dass wir in eine Krise geraten, sollten wir deren Muster untersuchen und diese als Erfahrung verbuchen. Wachstum ist auch immer mit Schmerzen verbunden. Aber es bewegt sich dadurch etwas, und zwar in die richtige Richtung…

2 Kommentare zu „Was du suchst, das sucht dich

  1. Wieder ein sehr schöner Text, der mich herausfordert, nachzudenken. Danke! Ich habe mich mal intensiver mit den Traumpfaden der Aborignies in Australien befasst und denke, dass es als Phänomen unseres Lebens Seelenwege (also Lebensmuster) gibt. Wir sind ja eine verkopfte Gesellschaft und die Intuition ist in vielen Bereichen verloren gegangen. Mein Großvater ist als Landwirt zum Beispiel noch barfuß auf das Feld gegangen, um zu spüren, ob der richtige Zeitpunkt der Saat gekommen ist. Dieses „Bauchgefühl“, das wir alle noch haben, das rational gesehen dafür sorgt, dass es „un-erklär-bare“ Momente und Erfahrungen gibt, kann in einer materiell und Ego-orientierten Gesellschaft nur für Irritationen sorgen. Unsere Beziehungs- und damit Lebensmuster, die wir mit unserer Erziehung und durch gesellschaftliche Prägung er-lernen, stehen dazu deshalb oft im Widerspruch und die Intuition wird dabei meistens ignoriert. So kommt es meiner Meinung nach zum Widerspruch verschiedener Muster in uns und es ist nur durch gemeinsame Reflexion möglich, dies zu erkennen. Ob das jetzt alles so ist, wie ich es geschrieben habe, weiß ich nicht – aber ich spüre es so!

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    1. Lieber Tom, danke für deinen persönlichen Kommentar. Ich freue mich, wenn ich mit meinen Texten Denkanstöße geben kann, ebenso wie ich diese durch andere schätze. Am Ende lernen wir voneinander, oft auch für das eigene Weiterkommen…

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